FAQ Studieninteressierte

FAQ Studieninteressierte

Wie stressig geht es im Studium zu? Wie ist das im Vergleich zur Schulausbildung?

Der Hauptunterschied zwischen Studium und Schule ist sicher die Eigenorganisation. Die kann jeder für sich gestalten – es läuft in jedem Fall darauf hinaus, pro Semester drei oder vier Klausuren zu schreiben, für die inhaltlich jeweils ähnlich viel neues Wissen vorausgesetzt wird wie für eine Abiturprüfung. Wer während der Vorlesungszeit eher eine ruhige Kugel schiebt, sollte entsprechend in den Wochen vor den Klausuren viel Zeit investieren. Generell sind 30 bis 40 Stunden pro Woche normal. Zu Spitzenzeiten können es auch mal schnell 50 Stunden werden.
Verglichen mit der Schule ist in aller Regel auch der Druck während des Studiums höher – mehr Stoff, weniger Zeit, schwierigere Klausuren. Für gewöhnlich ist das Studium stressiger als die gymnasiale Oberstufe. Abstriche in Freizeitaktivitäten sind wahrscheinlich.

Wenn man an Mathematik, Physik, Informatik in der Schule Spaß hatte und sehr gute Leistung erzielt hat, ist man bei genügend Disziplin und Motivation im Studiengang SimTech ähnlich erfolgreich?

Nicht zwingend. Natürlich macht es einen Unterschied, ob man besonders motiviert und diszipliniert sein Studium angeht oder nicht. Aber selbst sehr gute Noten in der Schule und Disziplin sind keine Garantie für sehr gute Noten im Studium. Aber keine Angst: Mit viel Ausdauer und Disziplin ist das Studium (wenn vielleicht auch nicht als Jahrgangsbester) auf jeden Fall zu meistern.

Wie stehen die Möglichkeiten für ein Auslandssemester?

Prinzipiell ist ein Auslandssemester möglich und funktioniert wie bei allen anderen Studiengängen. Das Erasmus Programm der EU bietet da eine breite Palette. Da der Studiengang nicht auf eine einzige Fakultät eingeschränkt ist, kann das Angebot anderer Fakultäten genutzt werden. Häufig helfen für Abschlussarbeiten im Ausland auch persönliche Kontakte der Professoren. Ob Kanada, Saudi-Arabien, Finnland, Südafrika, Taiwan oder Australien – SimTech-Studierende haben inzwischen quasi schon alle Kontinente besucht. Der organisatorische Aufwand ist derselbe wie überall, frühzeitige Planung lohnt sich.
Besonders bietet sich ein Auslandssemester oder Auslandsjahr im Master an, da hier die Leistungen fremder Universitäten aus fachlicher Sicht besser zu nutzen sind. Aber natürlich ist das Auslandssemester im Bachelor nicht ausgeschlossen – eine tolle Erfahrung ist es so oder so. Kooperationen mit ausländischen Universitäten ermöglichen es insbesondere, Bachelor- und Masterarbeiten im Ausland zu schreiben.

Wie wichtig sind Vorkenntnisse im Programmieren? Reichen die Programmierkenntnisse, die man durch die Informatik-Module erwirbt, aus, um die Aufgaben/Projekte zu bearbeiten?

In der Informatik-Vorlesung des ersten Semesters “Programmierung und Softwareentwicklung” werden keine Programmierkenntnisse vorausgesetzt. In dieser Vorlesung wird mit Java programmiert, durch Bearbeitung der Hausaufgaben lassen sich alle grundlegenden Strukturen der Sprache nebenher erlernen. Im zweiten Semester wird weiter mit Java programmiert. Generell begegnet man während des Studiums verschiedenen Programmiersprachen. Ein bisschen Interesse und eigenständige Bearbeitung von Programmieraufgaben reichen zum Erlangen von Grundkenntnissen aus, spätere Projekte erfordern allerdings meist die neue Einarbeitung in eventuelle Tools. Kurz: Vorwissen aus der Schule erleichtern vielleicht den Einstieg, das hohe Tempo an der Uni sorgt allerdings dafür, dass solche Unterschiede nach wenigen Wochen ausgeglichen sind.

Sind Praktika oder andere Vorbereitungen erforderlich?

Ein Praktikum ist nicht nötig. Was jedoch eine ganz gute Vorbereitung auf das Studium und vor allem auf die Mathematikvorlesungen bietet, ist der dreiwöchige Vorkurs in Mathematik, der unmittelbar vor dem offiziellen Vorlesungsbeginn stattfindet.
Ansonsten: Für alle Gutmenschen empfehlen wir ein soziales Jahr. 🙂

Wie sieht es bei euch mit der weiblichen Beteiligung aus?

Über den ganzen Studiengang gemittelt knapp 30%. Damit ist der Anteil höher als in den meisten technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen der Universität Stuttgart.

Bewerbungsgespräch: Kann man sich irgendwie darauf vorbereiten? Was wollen die da so wissen?

Das Gespräch findet in einer lockeren Atmosphäre mit einem Professor oder einer Professorin, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter oder einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin (meistens Doktorand(in)) und einem Studierenden statt. Erwarten kann man Fragen wie:

  • Wie kam ich auf den Studiengang? Wo habe ich davon erfahren? Warum möchte ich es studieren?
  • Weiß ich was den Studiengang ausmacht? Habe ich mich im Vorfeld informiert? Kann ich kurz erläutern was die Konzeption von anderen Studiengängen abgrenzt?
  • Was hat mir in der Schule Spaß gemacht?
  • Welche Richtung will ich einschlagen (eher Mathe, Physik, Mechanik, Chemie, … aber auch eher industrielle oder wissenschaftliche Laufbahn)?
  • Hatte ich in der Vergangenheit schon einmal etwas mit Simulation zu tun?

In jedem Fall gilt: Keine Panik vor dem Bewerbungsgespräch. Eigentlich geht es nur darum festzustellen, was dich erwartet und ob SimTech und du zusammenpassen.

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